Offener Umgang mit Schwächen schafft Stärke

Offenheit schafft Stärke

 

Vertrauen ist nicht nur eine grundlegende Kategorie für zwischenmenschliche Beziehungen, sondern auch die Basis jeglicher Form von Kooperation – vom kleinsten Team bis zur global tätigen Organisation. Was daran neu ist? Nichts. Und dennoch kennt jeder von uns das Misstrauen, die Schuldzuweisungen und das Revierdenken, denen man in der Realität nicht selten ausgesetzt ist.  Es stellt sich die Frage: Welche Art des Vertrauens ist für gute Kooperation nötig und wie schaffen wir ein produktives, konstruktives und entspanntes Vertrauen, das die Zusammenarbeit stärkt, ohne Teammitglieder mit eingeforderter emotionaler Nähe zu überfordern. 

Offenheit schafft Stärke

In der Psychologie werden zwei Ebenen des Vertrauens unterschieden. Die Beziehungsebene als Nährboden des sozialen Vertrauens und die Sachebene auf der das Kompetenzvertrauen verankert ist. Jede zwischenmenschliche Beziehung hat entweder auf der einen, oder auf der anderen Ebene ihren Vertrauensschwerpunkt. Obwohl beide Ebenen theoretisch klar trennbar sind, fällt vielen Menschen in der Praxis die bewusste Differenzierung schwer. Da die Beziehungsebene in der individuellen Wahrnehmung dominiert, führen sachliche Diskussionen oft zu emotionalen Auseinandersetzungen. Die Zusammenarbeit in Teams und Organisationen hängt vor allem vom Vertrauen auf der Sachebene – in die Kompetenzen der KollegInnen – ab. Die soziale Ebene wird fälschlicher Weise oft mit Freundschaft gleichgesetzt, die natürlich im Arbeitsumfeld entstehen kann, aber nicht die Grundvoraussetzung eines konstruktiven Miteinanders darstellen darf. Vielmehr zählt hier das Teilen gemeinsamer Ziele, Werte und Verhaltensregeln.

Vertrauen - welches Vertrauen?

In einem Umfeld, das von emotionalen Auseinandersetzungen und Misstrauen geprägt ist, haben Mitarbeiter Angst ihre Fehler und Schwächen einzugestehen. In der Folge entwickelt sich die interne Kommunikation zu einer Art Schattenboxen, bei dem Mitarbeiter ihre Schwächen verschweigen und ihre Stärken überhöhen. Die Eigeninteressen rücken in den Vorder- und die gemeinsame Vision und Zielsetzung in den Hintergrund. Das Resultat: die Fehleranfälligkeit des Teams steigt an. 

Gelingt es jedoch im Team ein konstruktives Vertrauen zu entwickeln und auf der Sachebene ein vertrauensvolles Umfeld zu schaffen, so können Schwächen des Einzelnen ausgeglichen, Stärken gefördert und Entwicklungsfelder bearbeitet werden. Es gilt der Leitsatz: In einem erfolgreichen Team muss nicht jeder alles können, aber gemeinsam alles schaffen! Konstruktives Vertrauen in Teams zeigt sich durch: Die Bereitschaft der Mitglieder Hilfe und Feedback anzubieten wie einzufordern, Fragen und Inputs als konstruktiv zu akzeptieren und im Zweifel von einer positiven Intention des Gegenübers auszugehen. In diesem vertrauensvollen Umfeld gilt es im Falle von Fehlern Entschuldigungen auszusprechen und – um das bestehende Vertrauen nicht zu beschädigen – diese auch ehrlich anzunehmen. Ein derartiges gemeinsames Mindset ermöglicht inhaltliche Diskurse, ohne immer wieder in persönliche Konflikte abzugleiten und führt zum Commitment der Mitglieder für gemeinsame Ziele. Eine besonders große Bedeutung besitzt das Vertrauen innerhalb von Management-Teams, da in der Folge ganze Bereiche dazu tendieren das Verhalten ihrer Vorgesetzten widerzuspiegeln. Im negativen Fall bedeutet das: Schlechte Kooperation zwischen den Abteilungen. Im positiven Fall: Effiziente Kooperation, verbessertes Zusammengehörigkeitsgefühl und gesteigertes Innovationspotenzial und somit gemeinsamer Erfolg.

Feedback – weil wir es uns wert sind

Das wirksamste Mittel, um Vertrauen in Teams herzustellen und dieses zu vertiefen ist das Feedback in Verbindung mit einer positiven Fehler- und Entwicklungskultur. In der Förderung der Feedbackfähigkeit liegt die pragmatische Grundlage von erfolgreicher Führungsarbeit. Um die Feedbackfähigkeit des Teams zu steigern, müssen Führungskräfte zwei Voraussetzungen schaffen: Einerseits müssen Sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen und Feedback aktiv geben, aber auch einfordern – und es in der Folge auch aushalten. Zweitens muss dem Feedback-Empfänger klar kommuniziert werden, dass das Feedback aus einer positiven Grundhaltung und dem Wunsch heraus entsteht, gemeinsam auch herausfordernde Ziele zu erreichen. Werden diese Voraussetzungen erfüllt, führt das Feedback zu gegenseitiger Wertschätzung und Vertrauen.  

Die ersten Schritte in Richtung mehr Vertrauen im Team stellen erfahrungsgemäß oftmals eine große (emotionale) Herausforderung für Team und Führungskraft dar. Diese zu nehmen, zahlt sich allemal für jeden Beteiligten und das Unternehmen aus.

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